Das Museum der verlorenen Dinge

„Riechst du das, Hannes?“, fragt er.
Ich ziehe die Luft ein, ganz tief, so wie Opa Rose es gemacht hat. Ich kann das Gras riechen und das Laub, das von den Bäumen gefallen ist. Und den Fluss, das Wasser. Es riecht nach Herbst. 
„Ja“, sage ich.
Opa Rose lächelt und lehnt sich zurück, mit dem Rücken gegen den Baumstamm. Dabei schließt er die Augen.
„Das, mein Junge, ist der Duft des Glücks.“

Hannes ist neun Jahre alt, beinahe zehn. Er hat eine Mutter, die manchmal vergisst, dass er da ist, und einen Vater, der sich nur meldet, wenn er ein schlechtes Gewissen hat. Und dann gibt es da noch den fiesen Karpfen und seine Bande, die Hannes das Leben schwer machen.
Doch alles ändert sich, als er Opa Rose kennenlernt, den kauzigen Alten aus dem kleinen Spielzeugladen. Opa Rose, der verlorene Dinge sammelt, weil er Mitleid mit ihnen hat. Opa Rose, der sich mit seinem ausgestopften Kater Shakespeare unterhält. Opa Rose, der wunderbare Geschichten erzählen kann. Opa Rose, der ziemlich einsam ist. Gemeinsam helfen sich die beiden auf die Beine und entdecken, dass das Leben etwas Wunderbares sein kann. Wenn man es nur lässt.

Schreibstatus:
begonnen: 1. November 2011
beendet: 27. November 2011
Seitenzahl: 211
Kapitel: 21
Überarbeitung: abgeschlossen

NaNoWriMo 2011

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